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Betrug beim Online-Autokauf – schon jeder Vierte wurde Opfer

Die Dimensionen werden immer dramatischer: Wer online ein Fahrzeug kauft, muss mit Lug und Trug rechnen. In den Jahren 2024 und 2025 erreichte die Zahl der Betrugsfälle laut Bundeskriminalamt neue Höchststände.

Online- und Offline-Welt verschwimmen beim Autokauf immer mehr. (Foto: Mercedes-Benz)

Online- und Offline-Welt verschwimmen beim Autokauf immer mehr. (Foto: Mercedes-Benz)

Privat, teilweise auch das Importgeschäft mit Neuwagen, zunehmend über Internet-Portale angebahnt wird, steigt die Zahl der Betrügereien rapide an. 

Das Phänomen in Zahlen:
Um 35 Prozent ist die Zahl der Betrugsfälle im Online-Autohandel seit 2021 gestiegen*
Fast 25 Prozent der Online-Käufer wurden schon einmal betrogen oder es wurde zumindest versucht

 

Das sind die häufigsten Maschen:
•    Fake-Anzeigen: Der Einsatz von KI-generierten Fahrzeugbildern und realistisch agierenden Chatbots zur Kommunikation mit Interessenten täuscht selbst erfahrene Käufer und Profis im Fahrzeughandel. Auf Plattformen wie Mobile.de oder AutoScout24 werden täglich hunderte verdächtige Inserate gelöscht. Oft kopieren Betrüger die Websites real existierender Autohäuser und manipulieren sie zu Fake-Shops mit nicht existierenden Fahrzeugen. Der VW-Konzern hat jüngst in einer Medienmitteilung gefälschte Webadressen und Telefonnummern veröffentlicht, über die Schein-Schnäppchen von VW-Modellen angeboten werden.
•    Vorkasse-Betrug: Die vermeintlichen Schnäppchen sind nur zu bekommen, wenn zumindest eine Anzahlung geleistet wird. Zunehmend werden „Käufer“ zu Echtzeitzahlungen gedrängt. In diesem Bereich wurde zuletzt ein Anstieg der Betrugsfälle um 110 Prozent beobachtet. Meist werden 2.000 bis 10.000 Euro als Anzahlungen aufgerufen; in Einzelfällen berichteten Opfer von Verlusten bis zu 90.000 Euro – für ein Luxusmodell, das es in Wahrheit nie gab. 
•    Identitätsdiebstahl: Betrüger kopieren die Fahrzeugpapiere tatsächlich existierender Autos und versuchen, dasselbe Fahrzeug an mehrere Interessenten zu „verkaufen“, jeweils verbunden mit einer Anzahlung. Vor allem Kriminelle aus dem Ausland versuchen, mit gefälschten oder gestohlenen deutschen Identitätsnachweisen wie den Scans von Personalausweisen oder Führerscheinen das Vertrauen der Käufer zu erschleichen.

 

Wie man sich vor Betrug schützen kann:
•    Misstrauen bei scheinbaren Schnäppchen: Verkäufer kennen die Marktpreise von Fahrzeugen sehr gut. Wieso sollten sie ein Auto weit unter Wert verkaufen?
•    Eigene Recherchen: Speziell bei ungewöhnlichen Angeboten von Autohäusern oder professionellen Händlern selbst deren Website im Internet suchen und mit dem Angebot im Online-Portal vergleichen. Man sieht oft schnell, dass auf der echten Website ein solches Fahrzeug gar nicht gelistet ist. Im Zweifel genügt ein Anruf.
•    Keine Vorkasse und keine Echtzeitüberweisung: Wenn der „Verkäufer“ darauf besteht, soll sich eben ein anderer Interessent die Finger an diesem Schein-Angebot verbrennen.
* Quelle: Bundeskriminalamt